Combined transport as a climate saver 25/11/20

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Source: https://www.eurotransport.de/artikel/stunde-der-schiene-ist-gekommen-kombinierter-verkehr-als-klimaretter-kv-eisenbahn-uirr-intermodal-11174036.html

 

Stunde der Schiene ist gekommen

Kombinierter Verkehr als Klimaretter

Kombiverkehr Prototyp Taschenwagen TN3000
Foto: Kombiverkehr

Die EU-Kommission hat 2021 zum Jahr der Eisenbahn ausgerufen. Bis zum Jahr 2050 soll die Klimaneutralität erreicht werden.

25.11.2020 Regina Weinrich

Die EU-Kommission hat 2021 zum Jahr der Eisenbahn ausgerufen. „Wir sehen ein großes Potenzial für die Schiene“, sagte Verkehrskommissarin Adina Valean. Sie verspricht sich vom Green Deal der Brüsseler Behörde, mit dem bis 2050 die Klimaneutralität erreicht werden soll, auch einen Schub für mehr intermodale Verkehre.

Strategie zu intelligenten Transporten

Multimodalität werde eine der tragenden Säulen der neuen Strategie zum nachhaltigen und intelligenten Transport sein, die sie bis zum Jahresende vorgelegen will, sagte die Kommissarin bei einem „Intermodalen Gipfel“ im Internet. Das virtuelle Treffen von über 400 Interessenvertretern war von der Internationalen Vereinigung für den kombinierten Verkehr Schiene-Straße (UIRR) zum 50-jährigem Bestehen des Verbandes organisiert worden.

Abhängigkeit vom Straßentransport

„Indem wir unsere Abhängigkeit vom Straßengütertransport auf langen Strecken verringern, können wir negative Auswirkungen wie CO2-Emissionen vermindern und die Effizienz des Transportsystems insgesamt verbessern“, erläuterte Valean. Dabei gebe es eine Reihe von Herausforderungen, denn das transeuropäische Transportnetz TEN-T müsse auch von der Infrastruktur her die Vernetzung aller Verkehrsträger ermöglichen. Darauf werde bei der Überarbeitung der TEN-Leitlinien geachtet. Mithilfe des Connecting Europe-Programms sollen weitere Investitionen, beispielsweise in Terminals oder die Anpassung von Tunnels zur Optimierung des Systems, gefördert werden. Das gelte auch für den elektronischen Datenaustausch. „Die Bahn wird ihre zentrale Rolle in der TEN-T-Politik behalten“, sagte Valean. Dabei sei ihr ein marktorientierter Ansatz wichtig.

Jeden zweiten Lkw verlagern

Beim Europäischen Parlament rennt Valean mit solchen Worten offene Türen ein. Der ungarische Abgeordnete Istvan Ujhelyi erinnerte daran, dass die europäischen Gesetzgeber sogar für eine 60-prozentige Verringerung der CO2-Emissionen bis 2030 gestimmt haben. Die EU-Bürger erwarteten, dass mindestens jeder zweite Lkw, der auf Langstrecken unterwegs ist, von der Straße geholt und die Fracht auf die Schiene verlagert werde, sagte er.

EU-Kommission mit Bündel an Maßnahmen

Magda Kopczynska, die in der Generaldirektion Verkehr der EU-Kommission für intermodale Verkehre zuständig ist, verwies auf ein breites Bündel an Maßnahmen, wie Investitionen, Regulierung oder Förderung, mit denen ihre Behörde den Kombinierten Verkehr fördern wolle. Staatliche Beihilfen für intermodale Terminals sollten erleichtert werden, sagte sie, nationale Flickenteppiche gelte es unbedingt zu vermeiden. Kombinierter Verkehr sei gelebter Klimaschutz, betonte der Parlamentarische Staatssekretär im Berliner Verkehrsministerium, Steffen Bilger. Er funktioniere aber nur, wenn in Europa alle gemeinsam daran arbeiteten, Verkehre von der Straße auf die Schiene zu verlagern.

 

Regina WeinrichRegina Weinrich Redakteurin
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